Wildlife in New Zealand – Teil 2

Nachdem ihr schon einen botanischen Eindruck von Neuseeland bekommen habt, möchte ich euch nun ein paar wilde und nicht ganz so wilde Tiere Neuseelands vorstellen. Nicht alle habe ich in freier Wildbahn bewundern dürfen. Aber ein paar endemische Art konnte ich in Tierparks antreffen und ablichten.

Natürlich trifft man auch überall eingeschleppte und Haustier-Arten.

Ich stelle euch hier die Vielfalt der nicht heimischen Arten vor. Dazu gehören natürlich die omnipräsenten Schafe, aber auch andere Haus- und Nutztiere.

Schafe

Neuseeland – ein Land der Schafe? Kommt darauf an, wen man fragt. Dazu ein paar Überlegungen aus dem 2018, die ich mal zusammengetragen habe.

In Neuseeland ist der Bestand von Schafen und Lämmern auf den tiefsten Stand seit mehr als 80 Jahren gesunken. Nach Angaben der Absatzorganisation Beef + Lamb hielten die Erzeuger zum 30. Juni 2017 nur noch 27,34 Millionen Schafe; das waren 240 000 Tiere oder 0,9 % weniger als vor einem Jahr.

Wernn man die Schafe mal gegen die Bevölkerungszahl betrachtet, bekommt man folgendes Bild:

Die Bevölkerung betrug zum Stichtag 30.06.2017 geschätzt 4.793.700. Damit kamen 5,7 Schafe auf 1 Einwohner (es waren mal 8). Auf die Fläche (269.652 km²) bezogen gab es 2017 101 Schafe pro km² bei einer Bevölkerungsdichte von 17,46 Einwohner pro km². Da die landwirtschaftlich genutzte Fläche aber deutlich geringer ist, stehen ca. 2,51 Schafe auf einem Hektar. Rechnet man Einwohner und Schafe zusammen, erhält man 32.133.700 „Neuseeländer“ und damit eine „Neuseeländer-Dichte“ von 119,16 Einwohner pro km².

In Deutschland sieht das wie folgt aus:

  • Fläche: 357.385,71 km²
  • Einwohnerzahl: 82.521.653 (31. Dezember 2016)
  • Bevölkerungsdichte: 231 Einwohner pro km²

Damit ist Deutschland ist mit Menschen (ohne Schafe!) dichter besiedelt wie Neuseeland mit Schafen.

Hätten wir eine Schafsquote von 5,7 pro Einwohner, müsste Deutschland 470.373.422 Schafe haben. Das wären 1.316 Schafe pro km². Es gibt aber nur 16,7 Millionen Hektar landwirtschaftliche genutzte Fläche. 28,1 Schafe würde man auf einem Hektar finden. Ein ziemliches Gedränge.

Von daher also stimmt es nicht, dass man in Neuseeland überall Schafe sieht. In den Innenstädten sind sie eher selten anzutreffen. Das gilt aber nicht fürs Hochland, für Wanderwege und auch sonst nicht.

In Neuseeland werden nicht nur Merinoschafe für die Wollproduktion gehalten, deutlich verbreiteter sind Rassen, die der Fleischproduktion dienen. Im Agrodome wurden uns 20 Schafsrassen vorgestellt, die in Neuseeland gehalten werden. Drunter sind auch eigenen Züchtungen, die nur in Neuseeland vorkommen. Ich habe im Agrodome allerdings kein Schaffleisch gekauft, sondern mich ordentlich mit Wolle von den verschiedenen Rassen eingedeckt.

Hier ein paar Prachtexemplare, die ich so getroffen habe:

Alpakas

Für Wollproduktion werden übrigens nicht nur Schafe gehalten, auch Alpakas erfreuen sich bei Züchtern eine gewisse Beliebheit. Die Alpakas im Agrodome haben mich allerdings bald gefressen.

New Zealand Deer, Strauße und sonstiges „Fleisch“

Man glaubt es kaum, aber Neuseeland ist einer der größten Damwild-Fleisch-Produzent der Welt. Allerdings greifen die Kiwis selbst meist auf die günstige Schafsfleisch zurück, während „Deer“ dem Export vorbehalten ist. Tatsächlich sieht man überall – vor allem auf der Südinsel – große Tiergehege. Auch Straußenfleisch wird gezüchtet. Und natürlich gibt es einige wenige Rind-Spezialitäten wie Galloway. Sie spielen wirtschaftlich allerdings eine untergeordnete Rolle. Das gibt auch für die Milchwirtschaft. Der Agrodome in Rotorua präsentiert alle mögliche Facetten der Landwirtschaft, darunter auch die genannten Tierarten. Auf der Farmtour durfte ich einige kennenlernen. Ich glaube allerdings nicht, dass hier alle später mal Schnitzel werden.

Mehr neuseeländische Tiere gibt’s bald an dieser Stelle. Lest und staunt an dieser Stelle in Kürze wieder.

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